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Mitarbeiterportrait Ebru Y.

Auszubildende mit dualem Studium TÜV NORD AG

Wie kamen sie auf die Idee, sich bei der TÜV NORD Gruppe für eine Berufsausbildung zu bewerben?

Gegen Ende meiner Abiturzeit kam die große Frage der Zukunftsplanung auf: Ausbildung oder Studium? Für eine Ausbildung – dafür war mir mein Abitur doch zu schade und nur Studium – das klang nach zu viel Theorie und abwechslungslosem Lernen. Also: Wieso nicht beides gleichzeitig? Aufmerksam auf das System des dualen Studiengangs bin ich zunächst durch diverse Stellenausschreibungen der Unternehmen geworden. Gute Noten, Belastbarkeit und eine Menge Disziplin, hieß es, müsste man mitbringen.


Wie war Ihr erster Eindruck zu Beginn ihrer Berufsausbildung? Was haben Sie gefühlt?

Start war der 5. August 2010 mit Einführungstagen, wo alle Auszubildenden von vier verschiedenen Standorten (Essen, Hannover, Berlin und Hamburg) vier gemeinsame Tage zum Kennenlernen auf einem Seminar verbrachten. Diese Tage waren gefüllt mit Projektarbeit, Gruppenspielen und dem Kennenlernen einzelner Führungskräfte des Unternehmens. Der Grillabend gegen Ende der Veranstaltung durfte natürlich nicht fehlen und bot die Gelegenheit, mit vielen Vertretern des Unternehmens zu diskutieren und diese zu befragen.


Was haben Sie in Ihrer Berufsausbildungszeit für Aufgaben?

In der zweijährigen Ausbildung wechsele ich alle drei Monate die Abteilung, um verschiedene Bereiche mit ihren Tätigkeitsfeldern kennenzulernen und dort Erfahrungen zu sammeln. Zweimal die Woche besuche ich die Berufsschule, dreimal den Betrieb. Nach dem Start in die Ausbildung bekam jeder Auszubildende des Betriebes eine Schulung in EDV-Grundkenntnissen sowie Auftritt und Etikette und ein Telefontraining. Hier sollten alle Auszubildenden des Unternehmens den Umgang mit Kollegen und Kunden im betrieblichen Alltag lernen. Darauf folgend stand eine Dienstreise zur IdeenExpo2009 in Hannover an, wo alle Azubis abwechselnd unseren Stand der TÜV NORD AG betreuen durften.

Anfang dieses Jahres wurde mir aber noch ein viel spannenderes Ereignis ermöglicht:
Da das Unternehmen in mehr als 70 Staaten auf der ganzen Welt vertreten ist, sollten Auslandseinsätze stattfinden, wofür ich die Leitung übernehmen durfte. Das hieß: für vier Azubis einen ein-monatigen Auslandseinsatz in drei verschiedenen Ländern planen und organisieren, also Kontakt zu den Gesellschaften aufnehmen und halten, Flüge und Hotels buchen und vieles mehr. Ich selbst durfte für einen Monat zur Tochtergesellschaft TÜV NORD Finland Oy in Finnland reisen. Die Erfahrungen, die ich dort sammeln durfte, waren sehr positiv. Es war sehr interessant, die Kollegen kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten. Das stellte auch eine große sprachliche Herausforderung dar. Da ich kein finnisch spreche, hieß es einen Monat in Englisch kommunizieren - was auch sehr gut geklappt hat. Denn zur Erhaltung und Verbesserung unserer Englischkenntnisse bekommen alle Auszubildenden des Betriebes wöchentlich auch Englischunterricht. Neben Auslandseinsätzen kümmere ich mich außerdem um einen Bereich unserer Azubizeitung „Young Motion“, die jährlich erscheint. Und dann zahlt sich die viele Arbeit aus: Letzten Monat haben wir eine viertägige Dienstfahrt mit insgesamt 46 Azubis nach Berlin unternommen, „natürlich“ mit Kulturprogramm gefüllt.


Wie bewerten Sie Ihre Berufsausbildung?

Obwohl ich sehr viel weniger Zeit seit Beginn meiner Ausbildung für Freunde und Familie habe, bin ich trotzdem sehr froh, diesen Weg eingeschlagen zu haben. Routine kehrt nie ein und man steht fortlaufend vor neuen Aufgaben und Herausforderungen. Natürlich kommt ab und an mal der große Stress auf, jedoch kann man das mit guter Organisation und Durchhaltevermögen meistern. Es gibt wohl keine abwechslungsreichere Art der Berufsausbildung: Man absolviert eine Ausbildung und studiert gleichzeitig. Wer schnell  in die Karrierewelt starten möchte, für den ist dies wie zugeschnitten. Denn auf die fehlende Praxiserfahrung bei Studienabsolventen berufen sich die Unternehmen bei Einstellungen sehr gerne.


Wie verläuft das gleichzeitige Studium?

Anfangs brauchte das Ganze eine gewisse Gewöhnungszeit; man hatte so viele Sachen gleichzeitig im Kopf, dass man überlegen musste, wo man morgen sein muss und was man zu tun hat: Büro, Berufsschule, Hochschule... Diese Zeit verging aber recht schnell, so dass ich nach gut einem Monat fest im System integriert war. Auch an die Klausurvorbereitung habe ich mich eigentlich schnell gewöhnt. Wenn man sich seine Zeit gut einteilt, kommt man gut durch die Klausurphasen. Am Anfang des Semesters ist man drei bis fünf Stunden in Vorlesungen, zum Ende hin werden es dann zehn bis dreißig Stunden, die man an der Hochschule verbringt. Ein großer Vorteil ist, dass ich alles, was ich in der Berufsschule lerne, schon mal tiefgründiger im Studium hatte oder umgekehrt. So bekommt man umso mehr Verständnis und Übung aus zwei verschiedenen Quellen. Zu den Sachen, die ich im Studium in der Theorie lerne, kann ich einen direkten Bezug aus der Praxis herstellen. Somit sind auch die Inhalte, die ich übermittelt bekomme, viel klarer und verständlicher. Dabei sind die Dozenten alle sehr nett und kommen aus der Praxis. Sie können den Lernstoff sehr gut vermitteln und sind engagiert.


http://www.tuev-nord.de/de/mitarbeiterportrait-auszubildende-93722.htm
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